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Angst vor Kontamination

27. Mai 2009

Zwar gibt es seit ein paar Wochen ein offizielles Verbot von Genmais in Deutschland, doch die Fälle von unwissentlichen Aussaaten von gentechnisch veränderten Mais häufen sich.

Zunächst wurde in Hessen auf insgesamt 4 Hektar Land Mais ausgesät, der Spuren von gentechnisch veränderten Sorten enthält, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Der betroffene Bauer wusste von der Verunreinigung nichts und ihn trifft, laut Agrar-Staatssekretär Mark Weinmeister auch keine Schuld. Der Konzern, der das Saatgut vertrieben hat sei für die Verunreinigung verantwortlich, eine sofortige Rückrufaktion wurde veranlasst, um dieser „Schlamperei“ zu begegnen.

Einen ähnlichen Fall ist nun auch in Baden-Württemberg zu beobachten. Dort hatten 10 Landwirte auf einer Fläche von 170 Hektar unwissentlich konventionelles Saatgut ausgebracht, dass jedoch ca. 0,1 Prozent des gentechnisch veränderten Mais NK 603 des US-Saatgutkonzerns Monsanto enthält. Dieser Verunreinigung soll laut den zuständigen Umweltministerien damit Abhilfe geschaffen werden, den Mais unterzupflügen und neu zu säen. Die Landwirte könnten den Genmais aber auch wachsen lassen! Sie müssten diesen dann aber zu 100% zur Biogasproduktion verwenden.

Die Umweltministerien scheinen dabei vollends zu vergessen, dass diese Maissorte schlicht nicht angebaut werden darf! Aktivisten und Organisationen laufen gegen diesen Vorschlag nun Sturm. Wenn der Mais erst einmal blühe, sei eine Kontamination anderen Felder nicht mehr ausgeschlossen. „Bioland“ droht sogar mit einer Klage.

Ob nun Zufall oder nicht, um zu verhindern, dass gentechnisch veränderter Mais nicht durch die Hintertür der Kontamination nach Deutschland kommt, ist weiterhin eine wachsame Öffentlichkeit und energisches Vorgehen der Politik gefragt. Und der Druck der Bürger…

zu den beiden Artikeln:

taz vom 20.05.09 Bauern dürfen illegalen Mais wachsen lassen“

Osthessen-News vom 18.05.09 „„Schlamperei“ – Landwirt säte unwissentlich gentechnisch veränderte Sorte aus“

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