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Gravierende Fehler bei MON 810 – Gutachten

29. Juli 2009

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace und Global 2000 werfen der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA vor, beim ihrem Gutachten zum gentechnische veränderten Mais MON 810 des US-Agrogentechnik-Multi Monsanto massive Fehler gemacht zu haben. Die EFSA hatte der Genmaissorte bescheinigt, dass von dem Mais keinerlei Gefahren für die Umwelt oder die Gesundheit ausgehen.

Laut der Studie der Organisationen sollen aber bei dem Gutachten z.B. falsche Maissorten für die Tests herangezogen worden sein! Man habe zudem Proteine, die der gentechnisch veränderte Mais produziert, nicht untersucht und Studien, die negative Auswirkungen auf Schmetterlinge und andere Insekten zeigten, ignoriert oder heruntergespielt! Man spricht nur von „Management Maßnahmen“, welche die Schmetterlinge schützen sollen.

Insgesamt zeuge das Gutachten der EFSA von Inkompetenz und sei ein „Gefälligkeitsgutachten“, das mit Wissenschaftlichkeit nichts zu tun habe – ein reines Zugeständnis an die Biotech-Industrie.

Die Organisationen fordern nun von der EU-Kommission das Gutachten sofort zu verwerfen und den Mais aufgrund der Sicherheitsmängel in ganz Europa zu verbieten. Die Genehmigung von MON 810, welcher der einzige gentechnisch veränderte Mais war, der in der EU bislang angebaut wurde, muss jetzt neu evaluiert werden. Die EU-Kommission kann dafür die Zulassung geben. Bisher wurde der Mais schon von sechs europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, verboten. Hauptgrund dafür ist in erster Linie, dass der Mais, der selbst ein Gift gegen Schädlinge produziert, nicht nur diese sondern auch viele Nützlinge tötet und damit das ökologische Gleichgewicht massiv schädigt. Das Gutachten der EFSA kommt jedoch zu dem Schluss, dass die von den sechs Ländern gegen den Mais erhobenen Kritikpunkte als nicht relevant einzustufen seien.

Für uns ist das nicht akzeptabel und wir unterstützten die Forderung nach einem Verbot von gentechnisch veränderten Mais in Europa!!!

zur Pressemitteilung

Studie von Greenpeace und Global 2000 (englisch)

Greenpeace.at ,global2000.at

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Monsanto muss Fehler eingestehen

27. April 2009

Die Junge Welt berichtete am Wochenende über ungewöhnliche Vorkommnisse in Südafrika. Dort müssen Bauern erhebliche Ernteverluste hinnehmen. Ursache: Monsantos Genmais weist erhebliche Mängel auf: Die Pflanzen enthalten kaum Körner!

Hier ein Auszug aus dem Artikel:

„Das sind Nachrichten, die ein weltweit führendes Saatgutunternehmen nicht so gern verbreitet sieht: In Südafrika schauen in diesem Jahr die Maisfarmer in die Röhre. Zumindest jene, die den Fehler gemacht haben, beim US-Konzern Monsanto einzukaufen. Nach einem Bericht der Internetausgabe der südafrikanischen Sonntagszeitung Rapport hat die gentechnisch veränderte Maissaat Monsantos auf 82000 Hektar nahezu sterile Pflanzen hervorgebracht. Das Getreide sei normal gewachsen, zeige auch keinerlei Schädlings- oder Pilzbefall, hieß es. Nur die Kolben enthielten sehr wenige oder gar keine Körner. 280 von 1000 Bauern, die drei gentechnisch veränderte Monsanto-Sorten ausgesät hatten, seien betroffen. Der besondere »Clou«: Den Pflanzen war nicht nur die Resistenz gegen ein Unkrautvernichtungsmittel – natürlich eines von Monsanto – gentechnisch eingebaut worden, die Manipulationen sollten auch zu vermehrtem Ertrag führen.

Betroffen sind vermutlich zwischen drei und vier Prozent der südafrikanischen Ernte, wenn man die gesamte Maisanbaufläche des Landes von 2008 zugrunde legt. Umweltschützer forderten eine Untersuchung durch die Regierung und ein sofortiges Verbot aller gentechnisch manipulierten Nahrungsmittel. Letztere sind in Südafrika weit verbreitet, ohne daß es eine Kennzeichnungspflicht gibt. Rapport zitiert Marian Mayet vom »Afrika-Zentrum für Biologische Sicherheit« in Johannesburg. Die geht davon aus, daß der Verlust bei einigen Bauern 80 Prozent betrage. Es könne nicht sein, daß ein einziger Fehler in einem Laboratorium, von dem Monsanto spricht, zu so großen Ausfällen bei gleich drei Sorten führte. Der Fehler sei die Gentechnik, so Mayet. […]“

Ganzer Artikel – hier.