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Filmfestival in Dresden am 05.09.2009

8. September 2009

Am Samstag fanden sich am späten Nachmittag ca. 50 interessierte Gäste ins Programmkino Ost in Dresden ein, um den Dokumentarfilm über die Machenschaften des US-Gentechnikkonzerns Monsanto zu sehen. Eine ganze Schulklasse war anwesend und der große Teil des Auditoriums blieb nach dem kopf-schütteln-verursachenden Film zur Diskussion im Saal, die von mir und Jakob Ihde von der Jugendgruppe Greenpeace in Dresden geleitet wurde.

Man merkte sofort, dass das Thema sehr viele Fragen aufwirft, die eine starke Ungewissheit in sich trugen: Wie viel GVOs werden zur Zeit überhaupt in Deutschland angebaut? Wie sieht es dabei mit der Sicherheit vor Kontamination aus? Und was kann man gegen diesen Konzern bzw. gegen Gentechnik in der Landwirtschaft tun?

Zunächst verwiesen wir auf die vielen Information(squellen), die es zu dem Thema gibt, wie z.B. das Standortregister, in dem alle Flächen aufgelistet sind, auf denen GVOs angebaut werden, und zum anderen z.B. die Ratgeber, die es dem Verbraucher erleichtern können, ohne Gentechnik zu essen. Bioprodukte sind dabei eine Variante, aber auch Artikel mit dem neuen, nun auch einheitlichen Siegel „Ohne Gentechnik“.

Im Zentrum der Diskussion stand aber die Gefahr der Kontamination unserer Nahrungsmittel durch gentechnisch veränderte Organismen, sei es durch Verunreinigung von Saatgut oder durch Einfuhren aus dem Ausland. Als Schlussfolgerung wurde betont, dass man dann alle GVOs in Deutschland, besser noch in Europa verbieten müsse, um diese Gefahr zu bannen.

Dafür wird so langsam die Möglichkeit geschaffen, da die EU darüber nachdenkt, jedem Land selbst zu überlassen, ob es GVOs anbauen will oder nicht. (ein EU-weites einheitliches Verbot wäre natürlich besser) Und auch andere Länder müssten darauf reagieren, wenn die EU als großer „Abnehmer“ von Nahrungsmitteln diese Entscheidung trifft.

Dies bietet wiederum uns als Wählern die große Chance, genau auf diese Politik Einfluss zu nehmen. Es ist nicht nur unsere Verantwortung als Konsument, eine bedachte Entscheidung beim Einkauf zu treffen, sondern auch als Wähler, genau die Personen und Parteien zu wählen, die sich gegen Gentechnik aussprechen… – so das Fazit der Diskussionsrunde. Nicht nur Greenpeace bietet dazu einen Ratgeber an, sondern auch INKOTA klärt mit seinem Kandidatencheck über die Positionen der Direktkandidaten auf.

In diesem Sinne ein gelungener Abend. Vielen Dank an die Organisatoren und an Jakob Ihde von Greenpeace Dresden.

Markus Schwarz, INKOTA-Referent

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Filmfestival in Bayreuth am 24.06.2009

29. Juni 2009

Die Veranstaltung gestern Abend war sehr gut besucht, ca. 180 Leute, was aber auch daran lag, dass Professor Clemens seine Studenten „mitbrachte“. Dementsprechend verlief auch danach die Diskussionsrunde, d.h. die Betroffenheit der Zuschauer ließ sich nicht zu einem gemeinsamen Handlungsaufruf verdichten, sondern war vornehmlich vom Bestreben des Professors geprägt, seine Zunft nicht durch so schwarze Schafe wie Monsanto in Misskredit bringen zu lassen. Der Tenor unter seinen Studenten war, dass man nicht mit einem Film allein und schon gar nicht mit einem so offensichtlich tendenziellen wie diesen, sich eine Meinung bilden könne. Bei den meisten (weit weniger gescheiten) hinterließ er doch eine Betroffenheit, die die Zuschauer noch länger beschäftigen wird. So meine ich, war es insgesamt eine gelungene Veranstaltung.

Uwe Neukamm, Die Biobauern e.V. & Aktionsbündnis Gentechnikfreier Landkreis Nürnberger Land

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Mit 160 Zuschauern war der Kinosaal am 24.6. in Bayreuth voll besetzt. Danach wurde lange, intensiv und über die Agro-Gentechnik auch kontrovers diskutiert. Über die Beurteilung der Geschäftspraktiken von Monsanto aber war man sich einig.

Peter Ille, Bund Naturschutz Bayreuth

Filmfestival in Osnabrück am 14.06.2009

16. Juni 2009

In Osnabrück wurde der Film am 14.06. in der Lagerhalle gezeigt. Mit etwas 50 Leuten nicht ganz so gut besucht, wie erwartet/erhofft. Aber ganz OK. Vertreter von Greenpeace und attac standen anschließend dem Publikum noch Rede und Antwort zu weiterführenden Fragen.
Die Diskussion drehte sich vor allem um die Gefahren und die mögliche Einflussnahme. Bei den Gefahren wurde nachgefragt, was es in Deutschland und Europa für einen Stand bei der GVOs gibt und ob der Anbau von gentechnisch-veränderten Sorten auf Versuchsfelder unbedenklich wäre. Antwort: Es gebe bereits in Ländern wie Spanien und Bulgarien Anbau von gentechnisch verändertem Mais. In Deutschland bisher nur Versuchsfelder. Ob Versuchfelder oder flächendeckender Anbau sei vom Prinzip egal. Sobald GVOs freigesetzt sind – und das hat der Film auch gezeigt – kommt es zu Verunreinigungen.

Die Kennzeichnungspflicht in Deutschland wurde angesprochen: Hier gebe es eine, aber die gelte z.B. nicht für tierische Produkte. Wenn also Rinder GV-Soja essen, müsse dies nicht gekennzeichnet werden. Daraufhin wurde gefragt, ob es denn schon Studien gäbe, die belegen würden, dass ein Einfluss auf Tiere vorhanden sei, wenn sie die GVOs essen. Antwort: Ja. Es gibt inzwischen einzelne, die Effekte zeigen, die bedenklich sind. Aber – wie auch der Film zeigt – und wie auch an Beispielen für Deutschland belegbar ist, besteht die Freiheit der Wissenschaft in diesem Bereich kaum noch, sodass eine Vielzahl von kritischen Studien kaum zu erwarten ist.
Zur Frage, wo man Einfluss nehmen könne, wurde betont, dass zwar ein kritischer Konsument wichtig sei und z.B. mit Hilfe des Gentechnik-Einkaufsführers von Greenpeace Möglichkeiten der Wahl hätte, aber das es noch wichtiger ist, sich auch als politischer Mensch zu verstehen. Auch wenn enge Verstrickungen von Großkonzernen mit der EU-Kommission vorhanden sind und der Ministerrat kaum handlungsfähig, wurde dafür plädiert, vor allem auf die EU-Parlamentarier zu wirken.

Daniel Heggemann, Attac Osnabrück

Filmfestival in Herford am 27.05.2009

8. Juni 2009

Der Film „Monsanto, mit Gift und Genen“ wurde in der Kleinen Markthalle in Herford am Mittwoch, dem 27. Mai 2009, vormittags um 10.00 Uhr für Schüler und am Abend um 20.00 Uhr für die Allgemeinheit vorgeführt. Filmpartner am Ort waren die Attac-Gruppe Herford und die IPPNW-Gruppe Herford.  […]

Am Mittwochvormittag kamen eine Klasse angehender Landwirte aus dem Berufskolleg in Herford und die Schülerinnen und Schüler eines Biologie-Leistungskurses, Klasse 12, aus Spenge.  […]

Die Vorführung begann mit der filmischen Vorstellung der Filmpartner Greenpeace, Attac, Brot für die Welt und Inkota. Dann folgte die umfangreiche Recherche von Marie-Monique Robin über den Biotechnologie-Konzern Monsanto.  […] Alles in allem dauerte die Vorführung fast zwei volle Stunden. Aus dem Plenum heraus wurde angesagt, dass nun für eine Diskussion keine Gelegenheit mehr sei. Allerdings wurde noch die Frage gestellt, wieviele Jahre denn die Rechte der Firma an dem von ihr verkauften Saatgut andauern könnten. Und jemand legte Wert auf die Feststellung, dass die Selbstmorde der indischen Bauern nicht allein der Firma Monsanto anzulasten seien, sondern dass sie mit dem gesamten Wirtschaftsystem zusammenhingen.

Lothar Bratfisch, Herford, am 05. 06. 2009

Monsanto – mit Gift und Genen in Lich am 27.5.09

2. Juni 2009

Am 27.05.09 machte der Film in Lich bei Gießen Station. Mein besonderer Dank gilt dabei der überragenden Organisation des Kino Traumstern. Mit knapp 100 Gästen in einer kleinen Stadt wie Lich, zudem parallel zum Champions League Finale, gehörte diese Veranstaltung sicherlich proportional zur Größe der Stadt zu den meistbesuchtesten des Festivals.

Ursächlich hierfür waren neben der guten Organisation und der Unterstützung der Initiative „Gentechnikfreie Region Gießen“, der direkte Bezug den viele Menschen im Großraum Gießen zur Gentechnik haben. Der Grund hiefür liegt im Fachbereich Agrarwissenschaften der Uni Gießen, der sich stark mit Gentechnik in der Landwirtschaft auseinandersetzt und diese fördert. Entsprechend emotional war die Diskussionsrunde nach den Film.

Besonders hervorzuheben war hierbei der Beitrag von Gottfried Glöckner, der über seine eigenen Erfahrungen mit der Gentechnikindustrie berichtete. Seine Ausführungen darüber, wie er, sowie einige seiner Kollegen und Mitstreiter, massiv unter Druck gesetzt werden weil sie sich für eine transparente Wissenschaft einsetzen, erschütterte viele Anwesenden. Bemerkenswert war der spontane Applaus der Herrn Glöckner für seine Arbeit zuteil wurde. Weitere Infos zu seiner Arbeit sind auf folgender Website und über Suchmaschinen zu finden: http://www.publiceyeonscience.ch

In Anschluss daran konzentrierte sich die Diskussion auf die Möglichkeiten die wir als Bürger haben um Einfluss zu nehmen. Hierbei wurde deutlich, dass sich viele Anwesenden nicht alleine mit Ihrer Rolle als Wähler, Unterschreiber und Konsument zufrieden geben wollten. Für all jene die der gleichen Meinung sind und sich darüber hinaus engagieren möchten sei folgende Website exemplarisch angegeben: http://www.gendreck-weg.de

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei allen Besuchern für ihre Anwesenheit und die lebhafte Diskussion bedanken.

Frank Anders, INKOTA-Referent

Filmfestival in Eggesin am 27.05.2009

31. Mai 2009

Monsanto – mit Gift und Genen, in der Kulturwerkstatt in Eggesin

In der wohl kleinsten Stadt, in der das Filmfestival „ueber Macht“ Station gemacht hat, versammelten sich am Mittwoch Abend ca. 10 interessierte Gäste, um zum Abschluss der Filmreihe (jeden Mittwoch im Mai wurden je 2 Filme gezeigt) den Film über den Gentechnikkonzern Monsanto anzuschauen. Zwar wurde mit mehr Andrang gerechnet, aber für eine kleine Stadt wie Eggesin ist die Besucherzahl respektabel.

Nachdem während des Films eine gewisse Erschlagenheit ob der gezeigte Machenschaften Monsantos festzustellen war, verlief die anschließende Diskussion doch relativ lebhaft und richtete sich auf die Frage nachdem: Was kann man dagegen tun?

Fast alle Anwesenden beteiligten sich und stellten ihre aufgekommenen Fragen. Zunächst ging es darum, ob die Verbindungen Monsantos in die Politik auch in Deutschland bzw. Mecklenburg-Vorpommern zu finden seien. Dies ist in dem gezeigten Ausmaß natürlich nicht der Fall, die Befürworter von Gentechnik sind aber auch in Deutschland weit verbreitet zu finden. Auch die Frage der Kennzeichnung spiele dabei eine Rolle, eine einheitliche Regelung wäre hier angebracht. Es ging ebenso um die Frage von Saatgutbanken und zudem wurde der verräterische Slogan, dass man mit Gentechnik doch die Welternährung retten könne, entlarvt.

Wie ebenfalls angemerkt wurde, ginge es auch nicht nur um die Macht eines Konzerns wie Monsanto, sondern auch um die Gifte, die mit der „modernen“ Landwirtschaft in die Umwelt geraten und deren Folgen auf Natur und Mensch bei weitem noch nicht erforscht sind, seien es Pestizide für Pflanzen oder Antibiotika für Tiere. Dementsprechend drehte sich die Diskussion bald um die Landwirtschaft im Allgemeinen: Warum könne sich ein Agrarland wie „Meck-Pom“ nicht hauptsächlich regional ernähren? Warum finde man in den Läden Milch aus Bayern und nicht von der Molkerei um die Ecke? – Es wurde eifrig diskutiert und in diesem Zusammenhang auch unser Lebensstil hinterfragt. Angesichts der Probleme der Weltlandwirtschaft sollte gerade die westliche Welt über Konsumgewohnheiten nachdenken, da diese als Vorbild für andere, besonders Entwicklungsländer dient. Jeder von uns ist dabei gefragt, so das Fazit des Abends: Durch bewußteres Einkaufen (z.B. von mehr gentechnikfreien oder biologischen Lebensmitteln), durch das Unterstützen von Kampagnen oder durchs Wählen gehen und das Ausüben von Druck auf die Politiker!

In diesem Sinne eine außerordentliche Diskussionsrunde, verbunden mit der Hoffnung, dass solche Kulturprojekte öfter in strukturschwachen Regionen wie Vorpommern Station machen.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer und besonders an den Organisator der Kulturwerkstatt Eggesin.

Markus Schwarz, INKOTA-Referent

Filmfestival in Herrsching am 19.05.2009

24. Mai 2009

Monsanto — mit Gift und Genen

Vorführung des Films durch die lokale Agenda 21 in Zusammenarbeit mit der Indienhilfe Herrsching und dem Projekt Festival „ueber Macht“. Beginn 19:30 Uhr im Kino Breitwand, Luitpoldstr. 5, Herrsching. Das Kino bietet Platz für 100 Personen und war bis auf 4 Plätze ausverkauft.
Martin Hirte (Agenda 21) gab zuerst eine Einführung zum Film und zu Problemen der Gentechnik. Nach dem Film verließen einige Personen den Raum, es blieben ca. 80-90 Menschen für die Diskussion da. Während der Film mehr die Problematik des Monsanto-Engagements in den USA und Ländern des Südens beleuchtete, stand beim Filmgespräch die Situation in Deutschland im Vordergrund.

Martin Hirte moderierte das Filmgespräch, Dr. Ruth Tippe von der Initiative „Kein Patent auf Leben!“ aus München beantwortete Fragen und Kommentare. Die nach dem Film etwas gedrückte Stimmung ließ bald nach und es kamen viele Wortmeldungen. Die meisten betrafen die Gentechnik inder Landwirtschaft und die Bedeutung der Bio-Patente. Einige Diskussionsteilnehmer berichteten auch von eigenen Erfahrungen als LandwirtInnen. Schließlich wurde noch darüber debattiert, wie sich derkritische Verbraucher verhalten kann. Um 22:40 Uhr beendete Martin Hirtedie Diskussion, die noch sehr wach und lebendig war.

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Dr. Ruth Tippe, Initiative „Kein Patent auf Leben!“