Posted tagged ‘gentechnisch verändert’

Online-Aktion für neue EU-Position im Umgang mit Gentechnik

17. März 2010

Die Nichtregierungsorganisation Avaaz will den Vorstizenden der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, dazu  aufrufen, den Umgang mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln anders zu gestalten. Ziel der Online-Aktion: Eine Million Unterschriften zwingen die Europäische Kommission zu einer Neupositionierung im Umgang mit Gentechnik. Die Initiative steht im Kontext der im Jahr 2009 eingerichteten Möglichkeit einer Europäischen Bürgerinitiative.  Auf der Avaaz-Website kann man sich an der Aktion beteiligen. Avaaz hat seit 2007 bei Onlineaktionen zu verschiedenen weltpolitischen Themen rund 17 Millionen Menschen eingebunden.

Hakon Albers

INKOTA-netzwerk

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Gemeinsam für Genrüben: BASF und KWS

21. Januar 2010

BASF Plant Science hat eine Kooperation mit dem deutschen Saatzuchtunternehmen KWS SAAT AG angekündigt. Die Zusammenarbeit soll in Bereichen der Pflanzentechnologie und Züchtung gentechnisch veränderter Zuckerrüben stattfinden, vor allem in der Entwicklung trockentoleranter Sorten. Die Unternehmen erhoffen sich von den neuen Züchtungen, die ab 2020 auf dem Markt erscheinen sollen, eine Ertragssteigerung von 15 Prozent. Damit will vor allem die KWS seine Position als viertgrößter Saatguthersteller international weiterhin ausbauen.

2007 entwickelte die KWS SAAT AG schon einmal einen gentechnisch veränderten Organismus in Kooperation mit einem anderen Unternehmen: Die Zuckerrübe „H7-1“ wurde damals als „Gemeinschaftsprojekt“ mit Monsanto hergestellt. Der US-Konzern entwickelte und patentierte eine spezielle Resistenz der Zuckerrübe gegen das Monsanto-Herbizid „RoundUp“. Bei „H7-1“ gehen daher beim Einkauf des Saatguts zusätzliche Lizenzgebühren an Monsanto.

Die Untergruppe Plant Science des deutschen Chemiekonzerns BASF soll bei dieser Kooperation bestimmte Gene und ihr Fachwissen in Pflanzenbiotechnologie beisteuern. In den letzten Monaten geriet BASF wegen ihrer umstrittenen Genkartoffel Amflora in die Schlagzeilen (INKOTA berichtete).

Laura Möhr,

INKOTA-netzwerk

Monsanto: Preis für schlimmste Klima-Lobby

21. Dezember 2009

Der US-Großkonzern Monsanto hat am 15. Dezember 2009 den „Angry Mermaid Award“ erhalten. Dies gab die Journalistin und Globalisierungskritikerin Naomi Klein („no logo“) auf dem Klimaforum in Kopenhagen nun bekannt. Monsanto  sei unter anderem nominiert, weil die Firma gentechnisch verändertes Saatgut als Lösung für den Kampf gegen Klimawandel und Welthunger anpreise und darauf dränge, seine Saat für Agrokraftstoffe zu verwenden, so Klein. Monsanto erhielt 36 % von 10.000 Stimmen, gefolgt von Shell (18%) und dem American Petroleum Institute (14%). Der „Angry Mermaid Award“ wird von verschiedenen Organisationen, u.a. Attac Dänemark und Friends of the Earth International, ausgerichtet. Der Preis der wütenden Meerjungfrau hat das Ziel, Lobbygruppen aufzudecken, die Klimagespräche zu ihrem wirtschaftlichen Vorteil sabotieren wollen.

Die Bekanntgabe der ersten Plätze auf Youtube:

Laura Möhr

INKOTA-netzwerk