Posted tagged ‘greenpeace’

Wollen wir Bayers Genreis futtern? Der food-flash informiert…

16. Februar 2010

Hakon Albers,

INKOTA-netzwerk

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Rückkehr von MON-810?

2. Februar 2010

Trotz des Verbotes von MON-810 haben einige Landwirte den Anbau der Sorte angemeldet, um bei einer möglichen Aufhebung des Aussaatverbotes doch noch den Genmais in den Boden bringen zu können. Eine vorherige Anmeldung der Flächen ist dafür Pflicht und erfolgt unter Vorbehalt. Was versprechen sich die Landwirte von MON-810? Diese gentechnisch veränderte Sorte ist resistent gegen Befall durch den Maiszünsler, der in den betreffenden Regionen wohl vermehrt auftrat. Dabei begünstigt gerade der verstärkte Maisanbau in Monokultur die Verbreitung dieses Insekts. Die Schädigung anderer Schmetterlinge durch den Anbau dieser Maissorte kann nicht ausgeschlossen werden. Das Kippen des Verbotes ist dabei nicht mehr unrealistisch seit die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit nach einer neuen Studie keine Bedenken mehr gegen eine Wiederzulassung von MON-810 hat.

Derweil hat neben Campact (INKOTA berichtete) auch Greenpeace eine neue Aktion gegen Gen-Mais gestartet. Dabei dreht sich das Problem nicht nur um Mais. Die Protestaktion ist breiter angelegt und richtet sich beispielsweise auch gegen den Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffelsorte „Amflora“, auf die zwei Greepeace-Aktivistinnen während der Grünen Woche 2010 im Januar bereits effektvoll aufmerksam gemacht hatten (INKOTA berichtete). Bleibt zu hoffen, dass Politiker durch diese Aktion wachgerüttelt werden, damit die gentechnikfreie Welt nicht wieder ein Stück weiter in die Ferne rückt.

Hier geht’s zur Aktionsseite: „Mach’ dich vom Acker“.

Hakon Albers,

INKOTA-netzwerk


Genkartoffeln vor Aigners Füßen

15. Januar 2010

Beim Auftakt zur Grünen Woche in Berlin ergoss sich vor den Augen der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigners eine Flut Kartoffeln.  Zwei Greenpeace-Aktivistinnen – im Dirndl gekleidet – hatten sich Frau Aigner während des offiziellen Rundgangs über die Grüne Woche genähert und kippten ihr kiloweise Knollenfrüchte vor die Füße. Sie protestierten damit gegen die genmanipulierten Kartoffeln des Typs Amflora, deren Verwertung Aigner nun auf EU-Ebene erlauben möchte. Eine der Aktivistinnen proklamierte: „Frau Aigner, stoppen Sie den Anbau von genmanipulierten Kartoffeln.“ Die Umweltaktivistinnen wurden zwar verhaftet, sollen jedoch laut Focus Online ohne Strafanzeige wieder in die Freiheit entlassen worden sein.

Die Landwirtschaftsministerin hatte in der vergangenen Woche verkündet, nichts gegen die Zulassung der Genkartoffel Amflora von BASF in der EU-Kommission unternehmen zu wollen. Die Kartoffel soll vor allem zu industriellen Zwecken verwendet werden, so etwa zur Herstellung von Kleister. Greenpeace startete zu diesem Thema eine repräsentative Umfrage, in der sich 77 Prozent der Befragten gegen die Zulassung der Genkartoffel aussprachen.

Laura Möhr

INKOTA-netzwerk

Mehr zum Thema:

Deutschlandfunk-Interview mit Ilse Aigner

Greenpeace-Infoblatt zur Zulassung von Amflora

Filmfestival in Bonn am 18.11.2009

20. November 2009

An diesem schönen Mittwoch stand der Film Monsanto – mit Gift und Genen zum ersten Mal auf dem Programm des Filmfestivals „ueber macht“ im Rex-Lichtspieltheater in Bonn.

Neben dem INKOTA-Netzwerk war auch die AG Gentechnik der Attac-Gruppe Bonn vertreten, sowie mehrere Unterstützer der lokalen Greenpeace-Gruppe, die zudem einen ausführlichen Info-Stand vorbereitet hatten und ihren vor kurzem herausgegebenen  Gentechnik-Ratgeber 2009 verteilten. Schon eine Viertelstunde vor Beginn des Films drängten sich zwischen 100-120 Interessierte in den Vorraum des Kinos und warteten geduldig auf den Einlass. Diskutiert wurde ebenfalls schon und der Film ließ noch mehr Fragen aufkommen…

So blieb im Anschluss der Filmvorführung mehr als die Hälfte der Zuschauer zur Diskussion und stellten eifrig Fragen, bis fast tief in die Nacht.

Von dem zum Teil sehr fachkundigem Publikum kamen zunächst gezielte Fragen zu dem im Film gezeigten Monsanto-Herbizid Roundup und inwieweit dieses zu Umweltbelastungen führt und wie dabei die staatliche Kontrolle z.B. in Deutschland aussieht. Nach dem Hinweis auf Resistenzen, die sich gegen Roundup mittlerweile bei Wildkräutern gebildet haben, wurden dann zunehmend Fragen bezüglich anderer Themen beantwortet: Könne man denn mit Gentechnik zur Bekämpfung des Welthungers beitragen? (klare Antwort: NEIN) oder Welche Beziehungen hat Monsanto zu deutschen bzw. europäischen Kontroll- und Zulassungsbehörden?

Auch die entwicklungspolitische Bedeutung von Patenten, die mit der Gentechnik verbunden sind und Kleinbauern in eine starke Abhängigkeit bringen, wurde angesprochen, angesichts des kürzlich zu Ende gegangenen Welternährungsgipfel nicht unwichtig.

Letztendlich zeigte die Diskussion aber immer wieder die Bedeutung dieses Festivals ganz deutlich: Das Aufzeigen von Machtstrukturen, das Hinterfragen dieser und das Diskutieren über Wege, was man anders machen kann. Und da gibt es im Bereich der Gentechnik sehr viele Ansatzmöglichkeiten… – der Ratgeber von Greenpeace, Unterschriftaktionen, das Nachfragen bei Unternehmen und Lebensmittelkonzernen, das Unterstützen entwicklungspolitischer Projekte und nicht zu vergessen der Druck auf die Politiker.

Viele Möglichkeiten und noch viel zu tun…

Für die hervorragende Organisation und Werbung, Vielen Danke an die Organisatoren des Festivals, sowie den Vertretern von Greenpeace und Attac.

INKOTA-Referent Markus Schwarz

Der Film wird übrigens am Samstag (21.11.) um 15Uhr noch einmal gezeigt – wiederum mit einer Diskussionsveranstaltung im Anschluss.

Filmfestival in Braunschweig am 04.09.2009

10. November 2009

Am 4. September 2009 stand die Braunschweiger Greenpeace Gruppe im Cinemaxx Braunschweig, um als Filmpartner für den Dokumentarfilm Monsanto- Mit Gift und Genen

Auskunft und Informationsmaterial an alle Filmbesucher auszugeben. Die Dokumentation der Französin Marie Monique Robin war Teil des Filmfestes uebermacht und deckt die Machenschaften des amerikanischen Gentech-Riesen Monsanto auf, der seit Jahren hochgiftige Pestizidmittel auf den Markt bringt.

Neben weiteren Gruppen aus Braunschweig wie den Ökoscouts wurde mit  Info-Ständen, Bannern und Luftballons auf das Thema aufmerksam gemacht. Nach dem Film hatten die zahlreichen Besucher die Möglichkeit, bei Häppchen und Getränken ins Gespräch (und in Diskussionen) zu kommen.

 

Audrey Duval,

Greenpeace Gruppe Braunschweig

Einkaufsratgeber von Greenpeace

19. Juni 2009

In Deutschland müssen Produkte von Tieren, bei deren Fütterung gentechnisch veränderte Pflanzen verwendet wurden, nicht gekennzeichnet werden. Während dies bei herkömmlichen pflanzlichen Produkten der Fall ist, herrscht bei tierischen Produkten eine erhebliche Kennzeichnungslücke. Zwar gibt es die Möglichkeit eines freiwilligen Siegels, Essen ohne Gentechnikwer jedoch auf Nummer sicher gehen will, der ist meistens überfordert.

Dazu gibt es aber nun Abhilfe: Greenpeace bietet seit kurzem die neue Ausgabe des Gentechnikratgebers 2009 „Essen ohne Gentechnik“ an!

Er listet alle Produkte auf, die mit Sicherheit ohne Gentechnik hergestellt wurden und gibt damit dem überwiegenden Teil der Deutschen, die Gentechnik in Lebensmitteln ablehnen einen Helfer zur Hand.

Zudem stellt der Ratgeber fest, dass immer mehr Unternehmen die Wünsche ihrer Kunden ernst nehmen und ohne Gentechnik produzieren. Als Beispiele sind hier nur der Lebensmittelhändler Tegut, die Molkerei Berchtesgadener Land, die Firma Hipp und ein Großteil der Geflügelfleisch-Industrie zu nennen.

Genaueres gibt es im Ratgeber selbst zu erfahren.

HIER zu bestellen…  oder als Download.

Gentechnik bringt keine höheren Erträge

29. April 2009

Die Organisation Greenpeace kommt aufgrund einer neuen Studie zu dem Schluss, dass gentechnisch veränderte Pflanzen den Ertrag der Ernten nicht wesentlich steigern. Dabei nehmen sie bezug auf einen Report aus den USA.  Dieser verglich die Erträge aus 13 Jahren Gentech-Anbau mit jenem aus normaler Landwirtschaft. Ergebnis: Während mit traditionell gezüchteten Saatgut die Erträge gesteigert werden konnten, war dies mit gentechnisch verändertem Saatgut nicht oder nur unwesentlich der Fall. Zudem verschärfte sich der Befall mit Unkräutern, was sich zu einem ernsthaften Problem entwickelt.

Die komplette Mitteilung hier.