Posted tagged ‘patent’

Gemeinsam für Genrüben: BASF und KWS

21. Januar 2010

BASF Plant Science hat eine Kooperation mit dem deutschen Saatzuchtunternehmen KWS SAAT AG angekündigt. Die Zusammenarbeit soll in Bereichen der Pflanzentechnologie und Züchtung gentechnisch veränderter Zuckerrüben stattfinden, vor allem in der Entwicklung trockentoleranter Sorten. Die Unternehmen erhoffen sich von den neuen Züchtungen, die ab 2020 auf dem Markt erscheinen sollen, eine Ertragssteigerung von 15 Prozent. Damit will vor allem die KWS seine Position als viertgrößter Saatguthersteller international weiterhin ausbauen.

2007 entwickelte die KWS SAAT AG schon einmal einen gentechnisch veränderten Organismus in Kooperation mit einem anderen Unternehmen: Die Zuckerrübe „H7-1“ wurde damals als „Gemeinschaftsprojekt“ mit Monsanto hergestellt. Der US-Konzern entwickelte und patentierte eine spezielle Resistenz der Zuckerrübe gegen das Monsanto-Herbizid „RoundUp“. Bei „H7-1“ gehen daher beim Einkauf des Saatguts zusätzliche Lizenzgebühren an Monsanto.

Die Untergruppe Plant Science des deutschen Chemiekonzerns BASF soll bei dieser Kooperation bestimmte Gene und ihr Fachwissen in Pflanzenbiotechnologie beisteuern. In den letzten Monaten geriet BASF wegen ihrer umstrittenen Genkartoffel Amflora in die Schlagzeilen (INKOTA berichtete).

Laura Möhr,

INKOTA-netzwerk

Advertisements

Filmfestival in Herrsching am 19.05.2009

24. Mai 2009

Monsanto — mit Gift und Genen

Vorführung des Films durch die lokale Agenda 21 in Zusammenarbeit mit der Indienhilfe Herrsching und dem Projekt Festival „ueber Macht“. Beginn 19:30 Uhr im Kino Breitwand, Luitpoldstr. 5, Herrsching. Das Kino bietet Platz für 100 Personen und war bis auf 4 Plätze ausverkauft.
Martin Hirte (Agenda 21) gab zuerst eine Einführung zum Film und zu Problemen der Gentechnik. Nach dem Film verließen einige Personen den Raum, es blieben ca. 80-90 Menschen für die Diskussion da. Während der Film mehr die Problematik des Monsanto-Engagements in den USA und Ländern des Südens beleuchtete, stand beim Filmgespräch die Situation in Deutschland im Vordergrund.

Martin Hirte moderierte das Filmgespräch, Dr. Ruth Tippe von der Initiative „Kein Patent auf Leben!“ aus München beantwortete Fragen und Kommentare. Die nach dem Film etwas gedrückte Stimmung ließ bald nach und es kamen viele Wortmeldungen. Die meisten betrafen die Gentechnik inder Landwirtschaft und die Bedeutung der Bio-Patente. Einige Diskussionsteilnehmer berichteten auch von eigenen Erfahrungen als LandwirtInnen. Schließlich wurde noch darüber debattiert, wie sich derkritische Verbraucher verhalten kann. Um 22:40 Uhr beendete Martin Hirtedie Diskussion, die noch sehr wach und lebendig war.

_
Dr. Ruth Tippe, Initiative „Kein Patent auf Leben!“