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Erfolgreiche Unterschriftenaktion

4. Juni 2009

Auf dem Evangelischen Kirchentag in Bremen (21.-24.05.) sammelte INKOTA eifrig Unterschriften gegen Genmais in Europa. Wir waren mit drei Informationsständen, der Ausstellung „abgeerntet“ und Großpuppenaktionen vertreten. Überall gab es rege Diskussionen und am Ende unterschrieben knapp 400 Personen für ein Genmais-freies Europa. Zusammen mit der Aktion „Stop the Crop“ fordern wir von den zuständigen deutschen Ministern, sich nach dem Verbot von MON810 auch in Europa gegen Genmais einzusetzen und Mitte Juni gegen die Zulassung weiterer Genmaissorten zu stimmen.

INKOTA bedankt sich für die Unterstützung der Unterzeichner und der fruchtbaren Diskussion, die an unseren Ständen geführt wurde.

Für uns ein deutliches Zeichen gegen Gentechnik in Deutschland und der EU!

Vielen Dank,

das INKOTA-Team

Großpuppenaktion auf dem Kirchentag in Bremen

Großpuppenaktion auf dem Kirchentag in Bremen

Es kann weiterhin gegen Genmais in Europa unterschrieben werden!!! Unsere Aktion gibt es hier als Download

Verbot von Genmais in Deutschland

17. April 2009

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat die Aussaat von Genmais in Deutschland gestoppt. Nach der Analyse mehrerer neuer Untersuchungen zu den Auswirkungen von Genmais auf die Natur und eines Berichts des Gentechnikmultis Monsanto, sieht die Ministerin die Maissorte MON810 als „eine Gefahr für die Umwelt“. Das Verbot ist zunächst zeitlich unbegrenzt und basiert auf der in der EU-Freisetzungsrichtlinie verankerten „Schutzklausel“. Deutschland ist das sechste Land der EU, welches die Aussaat von Genmais verbietet.

Die Ministerin reagierte damit auf den Umschwung in der Debatte um Gentechnik in Deutschland. Aktionen im Vorfeld der Entscheidung und mehr als 54.000 Unterschriften des Netzwerks Campact gegen den Genmaisanbau erhöhten den öffentlichen Druck auf die CSU-Politikerin. Der Entschluss ist ein klarer Erfolg der engagierten Bürger.

Ob die Entscheidung jedoch richtungweisend für die Gentechnik in Deutschland ist, muss abgewartet werden. Aigner selbst betonte, dass das Verbot keine Grundsatzentscheidung zur „Grünen“ Gentechnik sei. Ministerkollegin Annette Schavan kritisierte den Anbaustopp und forderte einen „Runden Tisch“, den sie mit zahlreichen Gentechnikbefürwortern besetzen will.

Der Druck der Bevölkerung und der Zivilgesellschaft muss also weiter Aufrecht erhalten werden!

Zudem kann auch die EU-Kommission noch Einspruch gegen die Entscheidung Deutschlands einlegen. Von dieser Möglichkeit rückt die Brüsseler Kommission aber zunehmend ab. Es sei schlicht „sinnlos“ immer wieder gegen nationale Verbote vorzugehen, hieß es auf einem Treffen der EU-Umweltminister am Mittwoch.

Die Position Deutschlands spielt in der europäischen Debatte eine entscheidende Rolle. Da auf europäischer Ebene in den nächsten Monaten die Entscheidung über die Erstzulassung weiterer Genmaissorten ansteht, ist weiterhin öffentlicher Druck nötig. Frau Aigner ist hier gefragt, sich für ein europaweites Verbot von gentechnisch veränderten Organismen einzusetzen.

Mit öffentlichem Druck können WIR das Verbot von Genmais in Deutschland zu einer Grundsatzentscheidung machen!