Posted tagged ‘hunger’

FAO sieht ein: Gentechnik keine Hilfe für Kleinbauern

11. März 2010

Der stellvertretende Direktor der FAO, Modibo Traore, bestätigt, was viele Gentechnikgegner schon lange sagen: Gentechnologie dient nicht den Bedürfnissen von Kleinbauern. Er kritisiert zwar nicht die Biotechnologie als solche. Die FAO versucht nun aber, die Perspektive der Kleinbauern zu berücksichtigen. Auch Traore hat offenbar erkannt: Märkte liberalisieren und Länder, in denen Hunger herrscht, mit gentechnisch verändertem Saatgut von Konzernen wie Monsanto überschwemmen, ist keine nachhaltige Entwicklung.

Hakon Albers

INKOTA-netzwerk

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Monsanto: Preis für schlimmste Klima-Lobby

21. Dezember 2009

Der US-Großkonzern Monsanto hat am 15. Dezember 2009 den „Angry Mermaid Award“ erhalten. Dies gab die Journalistin und Globalisierungskritikerin Naomi Klein („no logo“) auf dem Klimaforum in Kopenhagen nun bekannt. Monsanto  sei unter anderem nominiert, weil die Firma gentechnisch verändertes Saatgut als Lösung für den Kampf gegen Klimawandel und Welthunger anpreise und darauf dränge, seine Saat für Agrokraftstoffe zu verwenden, so Klein. Monsanto erhielt 36 % von 10.000 Stimmen, gefolgt von Shell (18%) und dem American Petroleum Institute (14%). Der „Angry Mermaid Award“ wird von verschiedenen Organisationen, u.a. Attac Dänemark und Friends of the Earth International, ausgerichtet. Der Preis der wütenden Meerjungfrau hat das Ziel, Lobbygruppen aufzudecken, die Klimagespräche zu ihrem wirtschaftlichen Vorteil sabotieren wollen.

Die Bekanntgabe der ersten Plätze auf Youtube:

Laura Möhr

INKOTA-netzwerk

INKOTA in der taz

10. September 2009

Heute ist es soweit! INKOTA ist mit seiner Aktionszeitung zur Bundestagwahl in der aktuellen Ausgabe der taz vertreten!

Unser Beileger befasst sich mit der Frage: Wer ernährt die Welt? und versucht so die Projekte und Aktionen zum Themenbereich Hunger, Ernährung und Globale Landwirtschaft stärker in die Öffentlichkeit zu bringen.

Mit dabei sind Artikel über die Möglichkeiten, wie der Hunger in der Welt bekämpft werden kann, ein Kommentar von Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises und Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die meint: „Gentechnik: Nicht mit uns!“.

Wer es nicht mehr schafft, die taz-Ausgabe heute zu ersteigern, der kann die INKOTA-Beilage auch bei uns bestellen oder gleich downloaden. Informationen zu weiteren Materialien findet ihr im INKOTA-Webshop oder unter globalelandwirtschaft@inkota.de.

Auch Aktionspostkarten zum Kandidatencheck zur Bundestagswahl können bestellt oder als E-Cards verschickt werden!

http://www.inkota.de/kandidatencheck

KandidatInnencheck

28. August 2009

KandidatInnencheckJetzt endlich online: Der INKOTA-KandidatInnencheck mit den Positionen der Direktkandidaten der großen Parteien zur weltweiten Hungerbekämpfung…

Hier erfahren Sie, welche Direktkandidaten sich für Gentechnik in der Landwirtschaft aussprechen! – Sie haben die Wahl: Eine Welt ohne Hunger wählen!

Zum KandidatInnencheck…

Aigner gegen Agrogentechnik

27. Juli 2009

In einem Interview mit der Rheinischen Post hat sich Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner kritisch zu dem Argument geäußert, dass man nur mit der „Grünen“ Gentechnik den Hunger in der Welt bekämpfen könne. Für die CSU-Politikerin spielen bei der Welternährung mehrere Dinge eine Rolle, Gentechnik sei da zunächst nicht die wichtigste Komponente. „Da geht es darum, dass die Menschen genügend Wasser und Saatgut und Gelegenheit haben, Nahrungsmittel zu produzieren. Das muss zuerst angegangen werden.“ Sie forderte stattdessen eine Förderung der ländlichen Entwicklung, die in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt wurde.

Interessante und deutliche Worte der Landwirtschaftministerin, die damit erneut ihrer Kollegin Annette Schavan (CDU) vom Bundesforschungsministerium widerspricht, die sich stark für die Forschung im Bereich der Agrogentechnik einsetzt. Aigner nahm zudem auch nicht an dem 2. „Runden Tisch“ zur Grünen Gentechnik in der letzten Woche teil. Bei dem wenig ausgewogenen Treffen ging es diesmal ums Thema Sicherheitsforschung, die Ergebnisse wurden von der Ministerin Schavan wieder einmal gefeiert, gentechnikkritische Organisationen sahen jedoch so gut wie keine Annäherung der Positionen. Der nächste Runde Tisch soll dann im Oktober stattfinden, dann geht’s um „Internationale Entwicklungszusammenarbeit“. Wer dann, nach der Bundestagswahl, noch mit am Tisch sitzen wird, bleibt natürlich erst einmal abzuwarten. Mit der Stellungnahme Frau Aigners sieht es zumindest so aus, dass auch innerhalb der Unionsparteien Zweifel an der Agrogentechnik zur Hungerbekämpfung aufkommen – genauso übrigens wie bei der Mehrzahl der Teilnehmer unserer Umfrage…

Für uns ein gutes Zeichen!